Koordination im Key Account Management
Interview mit Jacqueline Lüchinger, Leiterin Key Account Managemen bei Schaeppi Grundstücke.
Jacqueline erklärt, warum eine gute Koordination zwischen Key Account Management und Bewirtschaftung entscheidend ist, um Effizienz, Qualität und Vertrauen in der Immobilienbewirtschaftung zu stärken.
Warum ist eine koordinierte Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen und dem Key Account Management so wichtig?
In der Immobilienbewirtschaftung treffen Strategie und operative Realität direkt aufeinander. Damit Budgets präzise erstellt, Investitionen gezielt geplant und Ressourcen optimal eingesetzt werden können, braucht es eine enge Abstimmung zwischen allen Beteiligten. Genau hier übernimmt das Key Account Management eine zentrale Rolle.
Wenn Prozesse klar definiert und Zuständigkeiten transparent geregelt sind, entsteht nicht nur Effizienz, sondern auch Qualität und Planungssicherheit – für alle Seiten.
Wie zeigt sich das konkret im Alltag?
Ein gutes Beispiel ist die jährliche Budgetplanung für ein Immobilienportfolio. Der Auftrag kommt meist vom Asset- oder Portfolio-Management. Das Key Account Management übernimmt dann die Rolle der Schnittstelle:
Es sammelt die Anforderungen, stellt sicher, dass alle relevanten Informationen vorhanden sind, koordiniert die Rückmeldungen der Bewirtschafter:innen und prüft die Zahlen auf Plausibilität, bevor sie wieder ans Asset-Management zurückgehen.
Das klingt technisch, ist aber im Kern Kommunikation – präzise, abgestimmt und verlässlich.
Wo liegen dabei die grössten Herausforderungen?
Häufig arbeiten die Teams mit unterschiedlichen Perspektiven und Zeitplänen. Während das Asset-Management strategisch in Szenarien denkt, ist die Bewirtschaftung stark im Tagesgeschäft verankert. Ohne klare Schnittstellen oder verbindliche Kommunikationswege kann es schnell zu Missverständnissen oder Mehraufwand kommen.
Ein strukturierter Koordinationsprozess sorgt dagegen dafür, dass Informationen rechtzeitig fliessen, Daten konsistent bleiben und Entscheidungen auf einer soliden Basis getroffen werden können.
Warum lohnt sich dieser Aufwand langfristig?
Weil er sich auszahlt – in Zeit, Qualität und Vertrauen. Wenn Abläufe klar definiert sind, müssen weniger Rückfragen gestellt und weniger Daten korrigiert werden. Budgets werden präziser, Investitionsentscheidungen schneller und sicherer. Und nicht zuletzt stärkt eine verlässliche Koordination das Vertrauen zwischen den Teams und gegenüber der Eigentümerschaft.
Ein Beispiel aus der Praxis?
In einem Portfolio mit rund 30 Liegenschaften wurde ein standardisierter Prozess für die Budgetplanung eingeführt. Das Key Account Management bündelte die Anforderungen des Asset-Managements, bereitete einheitliche Vorlagen auf und koordinierte die Abstimmung mit den Bewirtschaftern.
Das Ergebnis war klar messbar: weniger Abstimmungsaufwand, einheitliche Daten und deutlich weniger Nachbearbeitung. Die Budgetqualität stieg spürbar – und der gesamte Prozess lief entspannter und transparenter.
Was ist der wichtigste Rat für Eigentümer:innen und Organisationen?
Klare Prozesse und Verantwortlichkeiten sind kein Selbstzweck, sondern der Schlüssel zu effizientem Arbeiten. Wer die Koordination bewusst zentral organisiert, entlastet operative Teams, schafft Vertrauen und sichert die Qualität.
Ein starkes Key Account Management bildet die Brücke zwischen Strategie und Umsetzung – und wird so zum echten Erfolgsfaktor für jedes Immobilienportfolio.
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